Südamerika – Brasilien

 

Vom Kofferband zum Energieband

77 Tage auf Heilungsreise in Brasilien

 

Kurz vor Weihnachten 2017 fand ich vor dem Haus auf dem Gehweg ein farbiges Kofferband. Darauf die Adresse einer Frau in Jena. Ich schickte ihr eine SMS, sie rief zurück und erzählte mir, dass sie gerade von einer „Heilungsreise“ aus Brasilien zurückgekommen sei. Bei ihrem Zwischenstopp in München habe sie ihren Regenbogengurt wohl unbewusst losgelassen. Ich war neugierig, was es mit ihrer Heilungsreise auf sich hat, und bat Nicole Gundermann (33), darüber zu schreiben. Daraus entwickelte sich ein persönlicher Kontakt – vom Kofferband zum Energieband zwischen zwei Menschen.

Nicole schickte mir einen längeren Brief. Wer erhält heutzutage noch einen mit Tinte geschriebenen, fünfseitigen Brief und das auch noch von einer so jungen Dame? Sie hat ihn für „Reisen heilt!” abgetippt. Später wird sie in einem zweiten Teil über ihre Beweggründe und Erfahrungen bei dem brasilianischen Geistheiler João de Deus (John of God) berichten. Auch wenn dieser und seine Vorgehensweise nicht unumstritten sind, ihn die einen als Wunderheiler, die anderen als Scharlatan bezeichnen, gilt immer noch die Devise „Wer heilt, hat recht“. Hier also die persönliche Sichtweise einer jungen Frau, die 77 Tage in Abadiania war. 

Erster Teil: Nicoles handschriftlicher Brief

Ja, so fühle ich sie auch, unsere Lebensreise sowie Reisen, zu denen wir aufbrechen, führen uns aus einem bestimmten Grund an unser (Reise-)Ziel. Alles ist miteinander verbunden. Wir gehen los, erleben viele wunderbare „Moment-Begegnungen“ auf unserem Weg, und kommen an unserem Ziel an. Es ist immer wieder ein neues Ziel, eine Station auf unserer großen Reise. Ich empfinde unsere Verbindung als Geschenk. Mein Regenbogengurt hat unser beider Leben verbunden. 

Kennen Sie João de Deus – John of God? Haben Sie schon von ihm gehört oder gelesen? Ja, es war eine etwas andere Heilungsreise. John of God lebt in Abadiania, das liegt etwa 1½ Stunden Autofahrt von Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, entfernt. Egal wohin ich reise, ich vertraue immer dem Lebensfluss und plane immer erst kurz vorher – allerdings immer nur ein bisschen, der Rest ergibt sich unterwegs. Eine Freundin gab mir die Nummer eines aufgeschlossenen, brasilianischen Taxifahrers, er holte mich vom Flughafen ab, wir erkannten uns sofort. Er sprach gut Englisch. Und los ging’s…

Ich muss dazu sagen, ich liebe Sprachen, habe Germanistik, Romanistik (Spanisch) und Philosophie studiert, und arbeite als Deutsch- und Spanischlehrerin. Ich liebe Kommunikation und lerne neue Sprachen schnell. Ich lehrte dem sympathischen Brasilianer Spanisch und er brachte mir etwas brasilianisches Portugiesisch bei. Er holte mich zu Beginn meiner Reise ab und brachte mich am Ende auch wieder zum Flughafen – später als geplant …

Meine Reise begann am 3.10.2017, an diesem Tag flog ich in München los. Am Vormittag des 4.10.2017 holte mich dieser sympathische Taxifahrer in Brasilia ab und begrüßte mich mit Küsschen rechts und links. Ich kannte ihn nicht. Diese Kultur ist – wie ich – offen und warm. Wir fuhren gemeinsam Kokosnüsse einkaufen und luden den Kofferraum des Taxis voll. Er lud mich auf eine Kokosnuss ein, die wir gemeinsam vor Ort tranken. Sie sehen grün aus in natura, und sind, ja ich kann sagen, so groß etwa wie der durchschnittliche Kopf eines Menschen. Marcio vertraute mir so sehr, dass er mir schon am Flughafen vorschlug, ich solle erst in Abadiania Geld wechseln. Dort sei ein besserer Wechselkurs.

Wir kamen in Abadiania an, leider hatten die meisten Geschäfte geschlossen. Warum? John of God war für zwei Wochen in New York. Das hatte auch mein Taxifahrer „vergessen“ oder zumindest, dass in diesem Fall alle Geschäfte, die noch geöffnet waren, kein Geld hatten und somit nicht wechseln konnten. Er brachte mich in meine Pousada (Pension) und half mir mit meinem Gepäck. Die Managerin dieser Pension gab mir fürs Erste ein bisschen Geld. Mein liebevoller Taxifahrer fragte nicht einmal nach dem Geld. Ich nenne es einfach mal: unausgesprochenes Vertrauen und Nächstenliebe.

Er fuhr davon und ich ließ mir von der Managerin die Pension und mein Zimmer zeigen. Ich hatte für die nächsten zehn Nächte eine eigene kleine Holzhütte mit Badezimmer, Schlafzimmer und Hängematte auf meiner eigenen kleinen Terrasse. Meine sympathische Managerin bot mir an, mich gleich zur Casa de Dom Inacio de Loyola mitzunehmen. Das ist der Ort, an dem John of God als Medium arbeitet. Die Casa ist jeden Tag geöffnet, John of God arbeitet allerdings nur mittwochs, donnerstags sowie freitags am Vormittag und Nachmittag als Medium. Auch wenn John of God (auf Portugiesisch João de Deus) selbst nicht anwesend war an diesem Mittwoch, dem 4.10.2017, so war die Casa de Dom Inacio de Loyola dennoch geöffnet, denn die Wesenheiten arbeiten auch ohne John of God zu jeder Zeit in der Casa.

Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal etwas von João de Deus gehört haben, liebe Jutta, und auch nicht, in wie weit meine Geschichte Sie bis hierher gefesselt hat? Ich berichte Ihnen von Herzen sehr gerne mehr! 🙂 Spannung aufrecht erhalten macht Spaß, ist für mich auch eine Kunst. Geben Sie mir ein Zeichen ♥ und ich schreibe Ihnen mehr. Ich freue mich!!! Ich kann einen Roman schreiben, so viel habe ich auf meiner Reise und ganz speziell auf dieser Seelenreise gelernt. Der größte Teil meiner Reise nach Abadiania war, ist und bleibt, meine Reise nach Innen. Als Sie bzw. ihr Freund meinen Regenbogengurt am 21.12.2017 gefunden haben, war ich schon einen Tag wieder zurück auf deutschem Boden. Ich plante ursprünglich, bis 29.10.2017 in Abadiania zu bleiben, ließ dann mein Herz entscheiden: Mein Körper und meine Seele sollten gesunden, deshalb verlängerte ich auf 77 Tage.

Fortsetzung folgt. 

 

Angebot für Heilungssuchende

Nicole möchte als Vorbild fungieren, Menschen inspirieren und ihnen helfen, den Weg zu John of God zu gehen. Als Guide will sie Menschen nach Abadiania begleiten, um Ihnen zu zeigen, dass es immer Hoffnung gibt, dass unser Leben ein Wunder ist und es nur Gutes will. Sie möchte dabei helfen, Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen: Bekommt der Körper das, was er braucht, kann sich die Seele wieder in ihrem „Körperhaus“ wohlfühlen.

Da aber nicht jede(r) von sich aus so viel Mut hat, den Weg allein zu gehen, möchte sie mit Menschen, die sich Heilung wünschen, gemeinsam nach Abadiania reisen und sie in ihrem Prozess unterstützen. Nicole Gundermann: „Wir alle sind eins, wir sind verbunden. Ich möchte diese Verbindung leben, Liebe und Hoffnung schenken.“

Kontaktanfragen per Email: ed.xm1524419470g@nna1524419470mredn1524419470uG_el1524419470ociN1524419470

Weiterführende Informationen

http://religion.orf.at/stories/2648041
https://www.casaguidebrazil.org
https://www.psiram.com/de/index.php/João_de_Deus

Oprah Winfrey’s mehrteilige Serie über John of God
http://www.spiegel.de/video/der-brasilianische-geistheiler-joao-de-deus-video-1714626.html

 

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Hedi Klement
Gast
Ja, diese Koffer-Band-Geschichte klingt spannend im Sinne von Fügung, spiritueller Bewusstheit… Ich habe von João de Deus schon gehört: Meine Freundin Sabine, vor drei Jahren an Krebs gestorben, war bei ihm, als er in Salzburg Heil-Seminare hielt. Massen von Menschen, alle in weiß gekleidet, durften an ihm vorbeigehen, in der Hoffnung auf…!? Solche Menschen faszinieren und strahlen für viele Hilfesuchende Hoffnung aus. Möge sie für diese Menschen sich auch erfüllen. Der „Grenzweg“ ist immer auch ein Selbsterfahrungsweg und – wie du schon zum Ausdruck bringst – „wer heilt, hat recht“. Ich würde eher noch sagen: „Was heilt, ist recht“. HK
Jutta Keller
Webmaster

Ja, Hedi, der ORF hat über diese Veranstaltung in Salzburg am 20.5.2014 berichtet, Näheres hier: http://religion.orf.at/stories/2648041