Weihnachten 2017

 

Mystisches, Nostalgisches, Reelles und Zukünftiges

Tierisch-besinnliches zum Jahresausklang

2017 neigt sich dem Ende zu. Seit ich zurückdenken kann, ist die „17“ meine Glückszahl, lange bevor ich erfuhr, dass die „17“ im Tarot für den Stern steht und eine Schutzkarte ist. Am Silvesterabend 2016/17 malte ich die neue Jahreszahl auf ein großes Blatt Papier, so glücklich war ich, diese Jahreszahl einmal erleben zu dürfen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es ist einfach so. Punkt. Rückblickend war es für mich zwar kein reines Glücksjahr, dennoch ein ereignisreiches und vor allem zukunftsweisendes. 

Laut UN war 2017 ein „Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“. Haben Sie/habt Ihr davon was bemerkt oder es vielleicht sogar beherzigt? Ich nicht, dafür war ich zu oft mit dem Flugzeug zu ein-, zweiwöchigen Kurzreisen unterwegs: einmal in Kalabrien, zweimal in Ägypten und einmal mit dem Auto am Lago Maggiore. Das war sicherlich nicht sehr nachhaltig, dennoch erholsam und lehrreich. Schließlich habe ich ja auch in meinem ägyptischen Ecolodge am Roten Meer mehrmals Müll gesammelt, was zumindest mein Gewissen etwas beruhigte.

Selbst auf der ITB, der Weltleitmesse für Tourismus in Berlin, und auch auf der f.re.e, der Reise- und Freizeitmesse in München, ist Nachhaltigkeit bislang nur ein Nischenthema. Zu kostspielig und elitär für den Massentourismus. Dieser hat die riesigen Kreuzfahrtschiffe für sich entdeckt. Fast zwei Millionen Deutsche wählen jährlich diese Urlaubsform, die mich bisher nicht interessiert. Mit ein Grund sind die immensen Belastungen für die Umwelt und die oft skandalösen Arbeitsbedingungen auf den Schiffen.

Nachhaltig geblieben ist mir doch noch was und zwar ein kleines, immer noch leicht geschwollenes Zehchen vom letzten Aufenthalt in Ägypten im November. Das soll sich 2018 ändern!

Mein Deal mit dem Universum 2018

Ich nehme mir vor, weniger durch die Lüfte zu jetten und nachhaltiger zu reisen, sofern mein Zehchen wieder auf Normalgröße schrumpft und es problemlos in einen Schuh passt. Das ist mein Deal, mein Vertrag mit dem Universum oder mit der Großen Göttin oder with whoever, für 2018!

Ich werde also (voraussichtlich) noch mehr mit Rad und Bus fahren (sogar der Flixbus soll ökologischer als die Bahn sein!), öfter die Bahn nehmen und mehr zu Fuß gehen, wenn mich das Zehchen lässt. Tagwerk-Reisen, BUND-Reisen und die Naturfreunde – um nur drei Beispiele zu nennen – machen es vor mit ihren umweltverträglichen und umweltschonenden Angeboten. Man muss ja nicht gleich in die Luft gehen, um mal mehr oder weniger aktiv die Welt zu erkunden.

Nachruf auf einen Freund in Auroville

Am 7. Dezember 17 verstarb in Auroville ein Freund, den wir dort bei unserem Besuch 2011 kennen lernten. Heute am 13. Dezember, da ich dies schreibe, hätte er seinen 65. Geburtstag gefeiert. Hans Pfunder stammte aus Freiburg und lebte fast 20 Jahre in der Stadt der Morgenröte und zwar in „Silence“, (s)einer One-Man-Community. Hans beschäftigte sich mit alternativer Energie und unorthodoxen Techniken. Seine Qualifikationen beschrieb er auf Xing so: „Inschinoer, Inventor, Kuenschtler, Erwachter Spiritueller, Bastler.“ Er liebte es zu meditieren und verbrachte viel Zeit im Matrimandir in Auroville, in Klöstern und Ashrams in Indien und Südostasien. Er war auch Leser von Reisen heilt! und kommentierte ab und zu einen Artikel. Wir werden die Erinnerung an Hans ebenso in unserem Herzen bewahren wie die an Njal, der schon 2012 ging.

„Political Directness – Nicht nett, aber authentisch“

Tina Wiegand, meine Psychologie-Freundin von den Psychosophic Consultants, schickt mir zu jedem Jahresende eine kleine, türkisfarbene Broschüre mit klugen Sprüchen und Anregungen. Dieses Mal gefällt mir ihr Epos tierisch gut. Damit proklamiert sie einen „neuen Trend“, der da lautet: „Political Directness. Nicht nett, aber authentisch.“ Vielleicht könnte man sich den für 2018 vormerken.

Kühles Blütenbad bei einer Ayurvedakur, Sri Lanka 1997.

 

Manchmal
wenn ein Pferd auf dem Flur steht,

Ihr Schwein pfeift,
der Bär steppt,
ein Elch Sie knutscht
und die Mäuse auf dem Tisch tanzen,
hilft es durchaus,
sich zum Affen zu machen
und wie ein Esel zu benehmen,
zum Tier zu werden und
zu brüllen wie ein Stier,
um dann
dem Badewasser zwei Hände Natron zuzufügen,
20 Minuten zu baden,
sich danach mit Pferdebalsam einzureiben,
im Bett die Schafe zu zählen,
zu schlafen wie ein Murmeltier,
um sich am nächsten Morgen zu fühlen
wie ein neuer MENSCH!
Tina Wiegand

In diesem Sinne: Werdet neue MENSCHEN, die sich auch mal trauen, das Tier in sich zu befreien!

 Friedliche Weihnacht, magische Raunächte, einen guten Rutsch und – bei aller Tierliebe: 
 Seid und bleibt menschlich! 

⭐ Jutta Keller 

Meine Lieblingstiere 2017, 1977 und ein Vorsatz für 2018

 

 

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Tina wiegand
Gast

Liebe Jutta, ganz herzlichen Dank für die Anerkennung und Bereitschaft mich mit meinen hochtrabenden, türkisen Philosophien zu zitieren:-)) Ich wünsche dir von Herzen, dass deine Pläne zum Neuen Jahr aufgehen, dass wir alle weiterhin von deinen schönen Beiträgen profitieren können und du die Natronbäder genießt 🙂

Reinhold Schneider
Webmaster

Ja, ja, die Siebzehn…
Das muss wirklich eine besondere Zahl sein, hinter der sich viele Geheimnisse verbergen.
Wenn mich nicht alles täuscht, ist das auch der Geheimcode, den Verkäufer(innen) benutzen, um sich bei den Kollegen abzumelden, wenn sie den „Restroom“ aufsuchen: Ich geh mal auf die 17… 🙂