Tak for sidst! Danke für neulich!
Auf VIP-Lyyketur im dänischen Nordsjælland

Auf dem Schoß von Hans Christian Andersen in Kopenhagen am 3.10.2020, dahinter der Vergnügungspark Tivoli.

Es gibt Motive zu reisen, die stärker sind als jede Verordnung. Das war bei mir schon in jungen Jahren so. Mit 17 wollte ich mal mit dem Zug nach Le Mans, weil ich mich beim Skifahren in einen Franzosen aus Le Mans verguckt hatte. Meine Mutter verbot es mir – ich war ja auch noch nicht volljährig – und gab mir kein Geld für die Zugfahrt. Das war meine erste schmerzhafte Erfahrung mit Reiseverboten. Seitdem kann mich nichts und niemand von einer geplanten Reise abhalten, auch keine Corona-Verordnung!

Die Freiheit zu reisen ist immer noch mein gutes Recht, geht auf mein eigenes Risiko und liegt in meiner persönlichen Verantwortung. Solange das möglich ist, mache ich es, so wie Ende September/Anfang Oktober. Den Glücksgewinn (dänisch: Lykkegevinst) aus meiner Reise nach Sjælland, die größte Insel Dänemarks, kann mir keiner nehmen: kein Staat, kein Politiker, kein Polizist, kein Mediziner. Die können alle zuhause bleiben und an ihrem Corona-Konstrukt weiterspinnen.

Vorweg ein paar Zeilen über mich und meinen Berufsstart, der mich und mein Schreiben geprägt hat.

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Gleich nach meinem Studienabschluss 1989 arbeitete ich als Redakteurin für das Magazin „Das Neue Zeitalter“ des Jahr Verlags, wo ich vor allem mit Spiritualität oder wie es damals hieß – New Age und Esoterik – zu tun hatte. Nachdem das Magazin 1989 nach 40-jährigem Bestehen eingestellt wurde, arbeitete ich 1990/91 für „raum & zeit“ unter der Ägide von Hans-Joachim Ehlers. Er war mein großes journalistisches Vorbild, eine Art „Werwolf“, der für all die Themen kämpfte und sich dafür einsetzte, die am Rande der Gesellschaft standen und es nicht in die öffentlich-rechtlichen Medien schafften. In seinem Magazin „raum & zeit“ bot er wissenschaftlichen und medizinischen Außenseitern ein Forum, ihre unorthodoxen Theorien und Thesen zu präsentieren. Damals gab es noch kein Internet, kein Youtube, keine Podcasts etc.

Mit gerade mal 30 Jahren wurde ich beruflich schon mit dem Phänomen konfrontiert, dass es Dinge gibt, die es nicht geben darf, weil sie nicht gewünscht sind: von den Eliten, Herrschenden, Politikern, Lobbyisten. Das hat mich oft (zutiefst) verwirrt und mein Weltbild erschüttert, weil ich nicht wusste, wem ich denn nun glauben sollte und was wirklich wahr ist. Aber es hat meinen Geist auch geweitet und geschärft für widersprüchliche, konträre und anderslautende „Wahrheiten“, die öffentlich (in Main-Stream-Medien) nicht verbreitet, unterdrückt, negiert und verleugnet werden. Die meiste Zeit meines beruflichen Lebens stand ich am Rand des Geschehens und habe mir aus dieser Beobachterposition die Dinge in all ihren Facetten angesehen und mir meine ureigene persönliche Meinung gebildet. Diese basiert auf gesundem Menschenverstand, Kämpfergeist und dem Glauben an die Macht des Wortes. Wenn es sein muss, auch auf dem Glauben an die „Waffe“ des Wortes, sowohl mündlich als auch schriftlich, wobei mir letzteres mehr liegt. Apropos Waffe: Laut einer Astrologin, die einzige, die ich mit 27 konsultierte, bin ich an einem Mars-Tag (Dienstag), in einem Mars-Monat (April) und in einem Mars-Jahr geboren, trotz dieser Konstellation aber wohl eher eine sanfte Kämpferin bzw. Rebellin.

„Gut, sagte er, dann müssen wir jetzt scharf überlegen, wohin man sich noch wünschen könnte.
Vorne kein Stauraum für Träume, hinten Romantik mit Mängeln und in der Mitte jener pralle Wahnwitz, der unseren Fluchtwunsch verursacht. Wohin also? Was tun? – Ich wüßte etwas, sagte ich:
Wir sollten jetzt aufbrechen.“
Aus: „Am Hang“ von Markus Werner, S. 42

Reisemotive und Glaubenssätze

„Gute Reise“ auf Dänisch…

Mein Lebenselixier war schon immer das Reisen, auch wenn ich es erst spät entdeckte. An gemeinsame Reisen mit meinen Eltern kann ich mich kaum erinnern, ebenso wenig an familiären Zusammenhalt und Geborgenheit. Meine monatelangen Reisen nach Israel und Südafrika in meinem 21./22. Lebensjahr trat ich allein an, weil ich jedes Mal (neu) verliebt war und dafür alles und vor allem mich in Bewegung setzte. Verliebtsein war und ist der stärkste Antriebsmotor fürs Reisen, gefolgt von Sehnsucht, Neugierde und Fernweh bzw. Heimweh. Was ich dabei – allein intensiver als zu zweit oder in der Gruppe, auch nicht bei Pressereisen, – erfahren habe, ist unbändiges Lebendigsein und Freisein.

Meine Lieblingsmarmelade ist aus Dänemark. „Den Gamle“ (das alte) ist dort vieles und eine Art Prädikat.

Meine freiberufliche Arbeit als Journalistin mit vielen Ups und Downs ebenso wie das Reisen haben in mir zwei Eigenschaften verstärkt: zum einen meinen Wagemut, d.h. meinen Glauben an die Sicherheit in der Unsicherheit, zum anderen meinen Glauben an schicksalhafte Fügungen. Es gibt keine Zufälle, es gibt nur synchrone Ereignisse. Ein Stern wacht über mir, er leitet und beschützt mich. An ihm kann ich mich orientieren.

Glücklich mit dem Stern und der Zahl 17

Der „Stern“ im Tarot ist meine Lieblingskarte, er steht für die Zahl 17, die mich schon mein Leben lang begleitet. Wenn ich irgendwo „17“ sehe oder höre, bin ich glücklich. Verliebte sagen auch: „Du bist mein Glücksstern oder Augenstern.“ Schon in meinen Tagebuchaufzeichnungen in Südafrika anno 1982 steht: „Heute ist der 17., mein Glückstag.“ Damals wusste ich noch nichts von Tarot. Und erst jetzt, fast 40 Jahre später, lese ich „zufällig“ oder besser: synchron über Hajo Banzhaf, dass auch seine Lieblingskarte der „Stern“ war. ⭐

Zufall, Koinzidenz oder Synchronizität? Das Knut-Rasmussen-Haus des Polarforschers und Ethnologen wurde 1917 im Cottage-Stil nach Zeichnungen des Architekten Helge Bojsen-­Møller errichtet. Das Datum steht am Messing-Türgriff seines ehemaligen Wohnhauses in Hundested mit herrlichem Blick über das Kattegat. Auch beim Sightseeing in Kopenhagen fiel mir am Nyhavn mit seinen farbenfrohen Lokalen eines mit meiner Lieblingszahl auf, noch dazu in meiner Lieblingsfarbe orange.

Der doppelte „Wagen“ – Der Weg ist das Ziel

Ankh: Symbol des Lebens und der Stärke

Von Banzhafs früherer Homepage, die es leider nicht mehr gibt, weiß ich auch, dass meine Wesens- und Schicksalskarte identisch ist, bei beiden ist es der Wagen: Ich bin ein doppelter „Wagen“, der von einer weißen und einer schwarzen Sphinx gezogen wird. Vielleicht deshalb auch meine Affinität zu reisen, zu Ägpyten und dem Ankh-Kreuz, das ich seit fast 20 Jahren am Hals trage. Es ist wohl meine Bestimmung, unterwegs zu sein, immer wieder ins Unbekannte aufzubrechen und neu anzufangen, bis ich meine wahre (äußere und innere) Heimat gefunden habe, hoffentlich noch im Diesseits. Darüber entscheidet dann mein Herz. Und natürlich der Stern! ⭐

Zeitfenster nutzen!

By the way: In meinem ganzen Leben besaß ich noch nie einen materiellen Wagen, also ein Auto, vielleicht auch weil ich zwei symbolische Wägen in mir habe und mich diese bisher überall hingeführt haben, wo ich hinwollte. Ende September/Anfang Oktober bis nach Dänemark – nicht im Wagen, sondern im Flugzeug, zum ersten Mal in meinem Leben sogar in der Business Class. Corona und die Angst der Menschen vorm Verreisen machen’s möglich. Als hätte ich es geahnt, flog ich zum richtigen Zeitpunkt (Kairos!) am 29.9.2020 nach Kopenhagen und nutzte intuitiv das Zeitfenster, bevor Kopenhagen zum Risikogebiet erklärt wurde. Nach meiner Rückkehr am 6.10.2020 wurde ich – wie alle anderen Rückkehrer auch – am Flughafen München auf Corona zwangsgetestet. Ergebnis: Negativ!

Flughafen München – keiner kam raus ohne Test!

Im Zusammenhang mit Corona ist noch eine dänische Studie mit 6.000 Teilnehmern erwähnenswert, die sich mit der Wirksamkeit von Masken beschäftigt, deren Ergebnisse renommierte Zeitschriften jedoch nicht veröffentlichen wollen. Warum wohl nicht? Näheres auch unter folgendem Link.

Auf Lykketur in „Seelland“ (Soulland)

Der hohe Norden war bisher nicht mein bevorzugtes Reiseziel. Bis auf Fischland-Darß-Zingst und Estland war ich noch nie nördlicher gekommen. Dass es mich trotzdem nach Dänemark zog, verdanke ich Sören, einem Deutschen, der in der Nähe eines Ökodorfes auf der Insel Sjælland lebt und mich Ende August kontaktierte. Er hatte mein kritisches Corona-Statement im Internet gefunden und sich gewundert, dass es so wenige kritische Stimmen deutscher Journalisten zum Corona-Hype gibt. Nach einigen E-Mails lud er mich zu einem Besuch in die „Økosamfundet Dyssekilde “ (Öko-Gemeinschaft Dyssekilde) ein und arbeitete ein vielseitiges Programm „Lykketuren“ (die Glückstour) für mich aus. So eine individuelle fünftägige „VIP-Tour“ in Corona-Zeiten überhaupt angeboten zu bekommen, ist ungewöhnlich und spricht für Sörens gelassene Art, auch wenn er in seinem tiefsten Herzen ein alter Revoluzzer und Rebell ist. Sören: „Der Name der Insel Sjælland wird fälschlicherweise immer übersetzt mit Seeland bzw. Sealand. Richtig wäre Seelland bzw. Soulland.“ Recht hat er, denn „Sjæl“ heißt auf Deutsch „Seele“.

Andere Länder, andere Redewendungen

Am Tivoli in Kopenhagen gibt’s einen Biergarten. Nächstes Mal werde ich dort einkehren und ein „øl“ („Bier“ auf Dänisch) trinken. Skål – Prost!

Nach unserem ersten und einzigen Telefonat schrieb er mir:
Erstmal noch ein „Tak for sidst“, wie die Dänen zu sagen pflegen: Danke für neulich. Hat gutgetan! Es ist lang zwischen den ‚Schnäpsen‘, wie man hier auch sagt, wenn gute Begebenheiten selten sind. Bei mir hat Corona auch etwas ausgedünnt im Freundes- und Bekanntenkreis, zumindest was Kommunikation auf geistiger Augenhöhe angeht. Und das z.T. recht unerwartet, muss ich sagen. Also, das Gespräch mit Ihnen war so ein ‚Schnaps‘ gestern :-).“
Auch wenn ich Schnaps höchstens mal bei einer Wanderung im Hochgebirge bei Minusgraden trinke, gefielen mir die Redewendung und sein Kompliment.

Gesiezt wird nur die dänische Königin

Und so schrieben wir hin und her, immer schön höflich in „Sie“-Anrede, wobei ich dann auch erfuhr, dass das „Siezen“ in Dänemark gar nicht mehr üblich ist. Sören: „Das Problem mit dem Duzen/Siezen hat man hier ja kurzerhand abgeschafft während der Hippiezeit, die in diesem Land mehr gesellschaftliche Auswirkungen hatte als in irgendeinem anderen Land der Welt. Gesiezt wird hier nur noch die Königin, die sich allgemein recht großer Beliebtheit erfreut (nicht zu Unrecht, finde ich). Bei Ihrer Majestät Margrethe II. würden wir dann natürlich auch kurz mal vorbeischauen, wenn Sie zu Besuch kommen würden. Das gehört immer zum Programm bei meinen VIP Guided Tours ;-).“

Vor Ort kam ich dann in den Genuss seiner VIP Guided Tour. Bei unserer Radtour entlang der dänischen Riviera zur Halsnæsør-Spitze über Kikhavn mit Besuch des Knud-Rasmussen-Hauses und anderer Häuser mit Reetdächern erfuhr ich von Sören: „Das Teichschilfrohr für die Reetdächer in nordischen Ländern wird heutzutage meist nicht mehr aus heimischer Produktion gewonnen, sondern aus Ungarn oder China importiert.“ Schön sind sie, diese Reetdächer, und die charmanten, strohgedeckten Bauernhäuser in Kikhavn ein Must-see!

Raus aus der Komfortzone

Die Korrespondenz mit Sören machte mich neugierig. Wer war dieser Mensch/Mann? Wieso lebt er als Deutscher in Dänemark? Lebt man dort umweltbewusster, besser, schöner, spiritueller, glücklicher? Den Dänen sagt man ja nach und Studien haben dies immer wieder bestätigt, dass sie das angeblich glücklichste Volk der Welt sind. Wie würde ich das erleben? Würde ich vielleicht sogar glücklicher zurückkommen?

Ich wollte es herausfinden, meine Komfortzone wieder verlassen und mich auf den Weg machen, allein mit Flugzeug und dann nochmal 1:45 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln (in Metro und Zug Maskenpflicht!) von Kopenhagen quer durch Nordsjælland mit zwei Umstiegen bis Dyssekilde fahren, ohne zu wissen, was mich Corona-mäßig unterwegs erwartet, wo und wie ich vor Ort unterkommen würde. Ich verließ mich auf meine innere Stimme und auf das Organisationstalent von Sören. Von beiden wurde ich nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Reisen heilt und stärkt das Selbstbewusstsein, allein reisen in „unsicheren Zeiten“ noch viel mehr, ebenso das Vertrauen in sich und andere. Corona hin oder her, die ganze Welt sitzt im selben Boot, lassen wir uns nicht einschüchtern, verängstigen oder unterkriegen. Begeben wir uns auf eine Reise ins Unbekannte. Loten wir die Grenzen aus: in uns und um uns herum. Also raus aus München, raus aus Bayern, raus aus Deutschland!

Rein in die Økosamfundet Dyssekilde

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
Wenn wir aufhören, uns zu begegnen,
ist es, als hörten wir auf zu atmen.“
Martin Buber, 1878-1965

Mich hat diese einwöchige Reise ins Unbekannte verwandelt. Irgendein Schalter in mir wurde umgelegt. Vielleicht war ich vorher doch schon in einer Art Schockstarre, ohne mir dessen bewusst zu sein. Was ich alles in dieser einen Woche im Ökodorf an außergewöhnlich kreativen Häusern sah und vor allem zwischenmenschlich erlebte: auf der Radrundtour „Halsnæsør-Spitze“ mit Sören, beim Waldspaziergang zur Kongeegen (Königseiche), beim Ernteeinsatz auf Hegnstrup Gaard, einem der ältesten Bio- und Gemeinschaftshöfe Dänemarks, und beim Sightseeing in København (Kopenhagen) am 3.10.2020, wäre einen eigenen Artikel wert, aber erst, wenn ich die Stadt mal länger als nur einen halben Tag erkundet habe.

Hyggesnak beim Barbecue

Einmal die Woche findet im Ecovillage bei gutem Wetter ein Grillabend mit seinen Bewohnern statt: Ole beim Kochen und Grillen zuzuschauen, sich mit ihm und Fynn zu unterhalten – auf Dänisch: Hyggesnak –, fühlte sich gut an: wie Hygge (Gemeinschaftsgefühl, Geselligkeit, familiäre Geborgenheit, Freundschaft, Angenommensein) und Lykke (Glück und Zufriedenheit). Als Stadtmensch bin ich so eine entspannt-herzliche Atmosphäre, in der man das Gute und Schöne des Lebens mit angenehmen Zeitgenossen und Gleichgesinnten genießt, gemeinsam isst, trinkt und zwanglos miteinander redet, schon fast nicht mehr gewohnt und weiß es umso mehr zu schätzen. Mange tak, vielen Dank, dass ich bei Eurem Barbecue einmal dabei sein durfte und so lecker verköstigt wurde!

Hyggelig und lykkelig

Die Abstinenz von deutschen Fernsehnews hat sicherlich auch zu dem guten Gefühl beigetragen. Vor allem aber die ländliche Idylle, eine überschaubare und behütete Welt mit natürlichen und gastfreundlichen Menschen. Weit weg vom weltweiten Corona-Wahnsinn, in dem fast überall nur noch eine „kontrollsüchtige Hygiene-Diktatur“ – so Robert Stein in seinem bemerkenswerten Vortrag „Tabula rasa – der große reset“ herrscht. Dieser Zustand hält seit meiner Rückkehr an. Ich fühle mich energetisch getragen – lykkelig – und wünsche mich dahin zurück. Gerade jetzt in der dunklen und kalten Jahreszeit muss es in den Häusern, in denen ein Kamin zur Grundausstattung gehört, kuschelig warm und gemütlich sein, hyggelig eben. Am Textende können Sie am virtuellen Kaminfeuer vorglühen und sich aufwärmen. 🙂

Ein Nordstern in Oles Walhalla

Nachdem ich im Ökodorf innerhalb einer Woche zweimal umgezogen war und zuletzt drei Nächte in einem winzigen Zimmer im Gemeinschaftshaus gleich neben der Waschküche, die von den Bewohnern rege genutzt wurde, verbracht hatte, gewährte mir Ole die letzte Nacht vor meinem Rückflug Obdach in seinem Granithaus. Über seine „Walhalla“, wie er sein Haus nennt, hatte in diesem Jahr schon das schwedische Magazin „Kloka hem“ 2/2020 einen schön bebilderten Bericht veröffentlicht. Von nordischer Mythologie weiß ich nicht viel, nur dass die Walhalla eine Stätte gefallener Krieger und Odins Reich ist. Odin ist in der nordischen Mythologie der Göttervater, Kriegs- und Totengott, Gott der Dichtung, Magie und Ekstase, Gott der Weisheit und des Orakels.

Odin’s Orakel sind die Runen, bildliche Symbole, die wie Buchstaben wirken und klingen. Unter ihnen gibt es eine Rune namens „Tiwaz“, die ähnlich wie im Tarot der „Stern“ ist. Tiwaz wird mit der Zahl 17, dem Mars, Dienstag, der Farbe Rot, der Eiche und dem Element Luft assoziiert. Laut „zukunftsblick.ch “ verkörpert Tiwaz „die Macht des Gottes Ása-Týr und symbolisiert Gerechtigkeit. Herausforderungen werden gemeistert und ihnen wird mit einem Sieg begegnet. Das bisher Erlernte soll in Stärke gebündelt und dazu genutzt werden, diesen Herausforderungen zu trotzen, auch wenn es bedeutet, sich die eigenen Schwächen einzugestehen. Doch nur so können sie in Stärke umgewandelt werden.“ Klingt nach einem guten Omen. Mit den Runen und der Edda habe ich mich noch wenig beschäftigt, dafür umso mehr mit meinem Stern.

Im Fußboden aus wunderschönem blauem brasilianischem Macaubas in Oles Bad fiel mir als erstes ein Mosaikstern auf.  Ich erfuhr, dass es der Nordstern (dänisch: Nordstjernen) ist. Wieder ein Stern, welche Koinzidenz bzw. Synchronizität, das konnte nur Gutes bedeuten. Tatsächlich war mein letzter Tag in diesem urigen Wikingerhaus mit Nordstern im Bad und Wein- und Champagnerkeller inspirierend und meine letzte Nacht erholsam ohne Alptraum von gefallenen Kriegern!

Oles Hobbythek: Wir machen roten Wein

Zwei Dänen und ihr Faible für Sternbilder

Sören, der einige Jahre als Schiffszimmermann und als Skipper zur See gefahren ist, hatte mir schon am ersten Abend den „Wagen“ am Himmel gezeigt und erklärt. Am letzten Abend in Oles Haus nun also der Nord- oder Polarstern, auch „Stella Polaris“ genannt,  ein visueller Doppelstern mit Kleinem und Großem Wagen. Das resoniert mit den beiden „Wägen“ in mir. Nordstjernen 8, die Straße und Hausnummer von Oles Walhalla, ist die Quersumme meiner Glückszahl 17. So viel kosmisches Eingebunden-Sein erlebe auch ich selten. Mag sein, dass ich in diese „Koinzidenzen“ viel zu viel hineininterpretiere, für mich sind sie nur wieder synchrone Ereignisse.

Vom Lykke-Glücks-Virus infiziert

Warum mir der Nordstern so nachhaltig in Erinnerung geblieben ist? Weil er in sich all das vereint, was ich in dieser einen Woche in Dyssekilde/Torup fühlte und spürte: Hygge und Lykke. Vielleicht bin ich auch nur vom Lykke-Virus infiziert – ja, es gibt auch den Glücks-Virus –, der sich so ähnlich anfühlt wie Verliebtsein. Vielleicht habe ich sogar „Sjæl“, die „Seele“ Nordsjællands, für mich entdeckt. ⭐

Wer wagt, gewinnt! Wer (trotz Corona) in die Fremde aufbricht, kann sein Glück finden, vielleicht sogar ein neues Lebensglück! Beim nächstmöglichen Zeitfenster breche ich wieder zu einer „Sternstunde“ nach Nordsjælland auf.  Vielleicht erwartet mich dann ein Kaminfeuer – live und indoor.

Virtuelles Kaminfeuer von Ole


The world needs more warmth, peace, love and „
sjæl“ – soul.
Mange tak og god bedring, Ole! 🙂

Musik von CD „Den Gamle Sangskat“ (Altes Liedgut auf Dänisch) und auf Youtube 

Weitere Informationen auf www.visitnorthsjaelland.com

 

 

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Jette
Jette
8 Tage her

Kære Jutta, mange tak for din interessante og gode reisebeskrivelse fra sjælland. Du har åbnet mine øjne, jeg ser det nu fra en hel anden side, der er virkeligt roligt og skønt deroppe. Dyssekilde og øko landsby har jeg ikke kendt, der er sket meget, mange forandringer. Jeg bor nu over 50 år i München. I hvert fald har du truffet den danske sjæl perfekt. Nu skal vi hygge os! Mange hilsner, Jette

Last edited 8 Tage her by Jette
Karin
Karin
12 Tage her
Brigitte Düker
Brigitte Düker
18 Tage her

Liebe Jutta,
das war ja wieder ein so herzerfrischender Bericht.
Deine so geglückte Reise nach Dänemark hat mich jetzt richtig neugierig gemacht.
Du hast wieder intuitiv das Richtige getan und das in Zeiten Coronas.
Die Zeit war so gut von Dir geplant und Prag, Südtirol und Dänemark konntest Du gut bereisen.
Dazu hast Du wundervolle Begegnungen gehabt, die das Leben so bereichern.
Es hat mich gefreut, dass Du Markus Werner zitiert hast.
Bleiben wir weiterhin unserer Reiselust treu.
Dir wünsche ich noch viele Sterne!
Herzlichen Gruß
Brigitte

Maga
Maga
21 Tage her

Liebe Jutta, ein wundervoller und inspirierender Artikel! Danke für den Einblick in Dänemarks Schönheit und in dein zauberhaftes Inneres.
Freue mich auf deine nächste Reise.
Herzensgruß, Maga

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