Allerheiligen/Allerseelen

Sckell-Säule im Englischen Garten am Kleinhesseloher See in München
“Der Staub vergeht, der Geist besteht“, lautet der Spruch auf der Sckell-Säule am Kleinhesseloher See im Englischen Garten in München. Menschen sitzen unterhalb des Spruchs, reden miteinander oder schauen aufs Wasser. Es ist der richtige Ort, hier zu sein, zusammen zu kommen, sich zu sammeln. Auch wenn es nicht jedem bewusst ist, intuitiv spüren sie, hier lässt es sich zur Ruhe kommen, für eine kurze Zeit oder auch für länger, wenn es warm ist und die Sonne die Säule und den Spruch bescheint.

Begleiter auf der Lebensreise:

Memento mori!
Gedenke des Todes!

Es war einmal… so fangen nicht nur Märchen an.
Es war einmal… so fühlt es sich an, wenn man in seinem Lebensbuch rückwärts blättert.
Es war einmal… mir scheint, als sei damals heute gewesen.

Damals – anno 1989 – vor genau 30 Jahren schrieb ich zu Allerheiligen und Allerseelen in der Zeitschrift „Das Neue Zeitalter“ mein autobiographisches Editorial mit dem Titel „Memento Mori – Gedenke des Todes!“ Ich war damals 29 Jahre jung und plauderte in lockerem Schreibton aus meiner Kindheit und Jugend. Im heimischen Steinmetzbetrieb wuchs ich mit Grabsteinen auf, spielte im Hof zwischen ihnen und hörte Gespräche meiner Mutter mit trauernden Angehörigen. Tod und Sterben waren auch Themen am Mittagstisch, auf Friedhöfen war ich mit meinem Vater, wenn er Grabsteine setzte. All das habe ich verinnerlicht, es ist eine Richtschnur in meinem Leben.

Heute bin ich doppelt so alt und lebe in München in der Nähe von Nordfriedhof und Neuem Israelitischem Friedhof, die ich gern besuche. Hier herrscht Stille, nur Vögel zwitschern und seit kurzem hält auch wieder eine weiße Sphinx am Eingang des Nordfriedhofs Totenwache. Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben („media vita in morte sumus“). Der Tod ist mein stiller, unsichtbarer Begleiter, mein Mentor und Coach, ein treuer Gefährte auf meiner Lebensreise. Manchmal vergesse ich ihn, lasse ihn irgendwo zurück, aber es kommen immer wieder „Trigger“, Situationen und Begegnungen, die mich an ihn erinnern und ihn wieder in mein Bewusstsein holen. Und das ist gut so.

Meine eigene Grabplatte, sie steht auf meinem Balkon, ich lebe mit ihr und freue mich, wenn ich sie sehe. Ich habe sie selbst designt aus einer Solnhofener Platte und einer Rose aus Bronze.
Ich lebe mit meiner selbst designten Grabplatte.

Warum nicht schon zu Lebzeiten mit seinem Grabschmuck leben?

Rechts sehen Sie meine eigene Grabplatte, sie ist wetterbeständig und steht auf meinem Balkon. Ich lebe mit ihr und freue mich jedes Mal, wenn ich sie erblicke. Ich habe sie selbst designt aus einer Solnhofener Marmorplatte und einer Rose aus Bronze. Die Platte schenkte mir eine Teilnehmerin, die mit mir zusammen einen Kurs als Demenzbegleiterin absolvierte. Sie kam aus dem Altmühltal, wo es diesen Stein gibt. Als ich im Kurs erzählte, dass ich mit meinem (Steinmetz-)Vater einmal dahin gefahren bin, um Solnhofener Marmor zu kaufen, brachte sie mir beim nächsten Mal diese Platte mit. Hinter allem gibt es eine Geschichte. Auch die Rose hat ihre Geschichte, doch die behalte ich für mich, das bleibt mein Geheimnis. 🙂

„Der Tod trennt das Feine vom Groben,
er löst den Geist vom Stoff“
Oswald Wirth, 1860-1943
Schweizer Okkultist und Tarotforscher

Tod und Sterben sind immer noch Tabu-Themen, nicht für mich, deshalb möchte ich sie über einen Zeitraum von 30 Jahren (1989 bis 2019) aus vier Perspektiven beleuchten:

  1. meine autobiographischen, persönlichen und beruflichen Erfahrungen anhand von drei Veröffentlichungen in Magazinen;
  2. die spirituell-theologische von Dr. Dr. Monika Renz;
  3. die psychotherapeutisch-thanatopsychologische von Prof. Dr. Ralf T. Vogel;
  4. die praktische Seite: Erdbestattung, Kremation oder Promession
  5. Mit Humor in den Humus

1. Autobiographisches und Persönliches 

Editorial: Memento mori! – Gedenke des Todes! Bitte klicken!

Mein Editorial erschienen in „Das Neue Zeitalter“ am 31.10.1989

Wenn ich mein Editorial heute nach 30 Jahren lese, erscheint es mir zeitlos. Als hätte ich schon mit 29 ganz selbstverständlich gewusst, was existentiell wichtig ist: der Kreislauf von Werden und Vergehen, Lieben und Geborenwerden, Tod und Sterben, Verlieren und Gewinnen.

 

Tempus fugit – amor manet oder: Zeit vergeht – Liebe bleibt

Hans Gabriel Schroll mit seinen Uhren
Hans Gabriel Schroll mit seinen Chronographen. Foto: Bombardi

Hans Gabriel Schroll, meine Jugendliebe, zeichnete während unserer Liaison Ende der 1980-er Jahre immer wieder Zifferblätter für Uhren. Unermüdlich schuf er neue Designs, ich schaute ihm zu und wunderte mich. Hans wurde ein bekannter Uhrendesigner, erhielt Preise für seine Werke, zog von München in den Schwarzwald, lebte dort 20 Jahre, heiratete und bekam zwei Töchter. Seinen Künstlerfreunden in München und Sevilla hielt er die Treue und kam zu fast jeder Vernissage. Er starb überraschend und unerwartet mit nur 51 Jahren, als ich gerade vier Wochen in Südindien war.

Beim Besuch der Grabstätte von Hans fand ich im Wald diese schöne Tür.
Nach dem Besuch der Grabstätte von Hans fand ich diese schöne Tür.

Ahnte er, dass er so früh gehen muss? War seine Beschäftigung mit Uhren ein Vorbote für sein viel zu frühes Sterben? Ich erinnere mich noch an sein Faible für schwarze Kleidung, Designer und Künstler ziehen sich gern schwarz an. Wenn er draußen vor meiner Tür stand und ich fragte, wer da ist, antwortete er meist: „Der schwarze Mann.“ Vielleicht ist das zu weit hergeholt, aber auch Gevatter Tod wird als schwarzer Mann dargestellt. Hans hatte einen ausgeprägten Sinn für Humor, er konnte mich und andere zum Lachen bringen. Ich vermisse ihn, spreche oft mit ihm und weiß, dass er immer noch mit mir ist und das auch sein wird, solange ich lebe.

Lebensfreude pur am „Dia de los Muertos“

Nein, ich bin jetzt nicht nostalgisch, melancholisch, wehmütig oder gar depressiv. Nur nachdenklich und besinnlich. Die dunkle Jahreszeit und die lästige Umstellung auf Normalzeit – werden wir das nochmal erleben, dass die Sommerzeit bleibt? – wird bei uns eingeläutet durch Gedenkfeiern auf Friedhöfen.

Dabei gibt es auch Nationen wie die Mexikaner, die ihre Toten am „Dia de los Muertos“ (Tag der Toten) ausgelassen feiern und das sogar im Exil in Deutschland. Ich habe den „Dia de los Muertos“ einmal im Museum Fünf Kontinente in München miterlebt, ihre Lebensfreude hat mich sehr beeindruckt. Sie verstehen es, dem Tod seinen Ernst zu nehmen, die Toten in ihr Leben einzubinden, sie auferstehen zu lassen.

In dem sehenswerten Dokumentarfilm „Ruhe sanft“ (Rest in peace) von Andrea Morgenthaler spielt die letzte Szene in der alten Kolonialstadt Oaxaca/Mexiko, die wegen ihrer Handwerkskunst, ihrer Architektur und der noch weitgehend erhaltenen kulturellen Sitten und Gebräuche bekannt ist. Die Stadt und auch den höchsten mexikanischen Feiertag, der Dia de los Muertos, durch den die Sängerin Martha Toledo in dem Film führt, hat die UNESCO zum schützenswerten Kulturerbe erklärt. Eine Rezension des Films finden Sie hier und da den Trailer zum Film.

Zu Besuch in Gunther von Hagens „Körperwelten“

An einem kalten November-Abend anno 1999 besuchte ich in Basel die Ausstellung „Körperwelten“ von Gunther von Hagens. Ich war extra von München 400 Kilometer gefahren und wollte darüber unbedingt einen Bericht in dem Apotheker-Magazin schreiben, für das ich als Redakteurin arbeitete. Es bedurfte vieler Worte, um die Chefredakteurin von meinem Vorhaben zu überzeugen. In der ersten Ausgabe des neuen Jahrtausends erschien mein Artikel. Nach der Veröffentlichung erhielt ich aus Heidelberg einen Anruf von einem Mitarbeiter von Hagens‘, der den Artikel wegen seiner Ausgewogenheit lobte.

Im Plastinaten-Kabinett des Gunther von Hagens Bitte klicken!

Erschienen in „apotheke aktiv – Das Fachmagazin für Apotheker“, Nr. 1/2/2000

 

 

 

Dr. Lopsang Lama (links) mit seinem Bruder Dr. Namgyal Phunrab im Olympiapark in München.

Als die Ausstellung „Körperwelten“ 2003 dann nach München in den Olympiapark kam, begleiteten mich zwei buddhistische Nepalesen, die ich bei einer Nepalreise kennengelernt hatte. Dr. Lopsang Lama (links) mit seinem Bruder Dr. Namgyal Phunrab, Dozent und Pharmazeut am Men-Tsee-Khang, der Medizinschule des Dalai Lama in Dharamsala/Indien, waren auf einer Vortragsreise über Tibetische Medizin. Zu meinem Erstaunen war die Neugierde der beiden sehr groß und ihre Einstellung gegenüber den konservierten Leichenteilen ganz unbefangen. Erst später erfuhr ich, dass es eine buddhistische Übung gibt, über seinen eigenen Tod zu meditieren, ihn sich in allen Details vorzustellen und damit vorwegzunehmen. Der Tod soll dadurch seinen Schrecken verlieren.

 

Dr. Monika Renz bei ihrem Vortrag auf dem ZIST-Kongress Ende 2007.

2. „Das Ich stirbt in ein Du hinein“

Die spirituell-theologische Sicht von Dr. Monika Renz

Einen wichtigen Vortrag zum Thema Sterben und Hinübergehen hörte ich in Garmisch-Partenkirchen auf einem Kongress von ZIST, Zentrum für Individual- und Sozialtherapie (31.10. bis 4.11.2007). Die Schweizer Referentin Dr. Monika Renz sprach ernsthaft und meine Seele (November-)tief berührend über das Thema „Leben lernen – sterben lernen“. Über den Kongress und Frau Dr. Renz schrieb ich damals folgenden Artikel „Jahreszeiten der Seele“:

„Das Ich stirbt in ein Du hinein“ Bitte klicken!

Erschienen in „Naturheilpraxis“ 1/2008

 

Erst jetzt beim Lesen meines Artikels „Jahreszeiten der Seele“ von 2008 fällt mir das schöne Zitat von Wolfgang Poeplau auf. Es ist seinem Buch „Öffne das Fenster ins Weite“ entnommen.

„Wenn das Notwendige getan
und das Überflüssige verworfen,
wenn das Zuviel verschenkt
und das Zuwenig verschmerzt ist,
wenn alle Irrtümer aufgebraucht sind,
kann das Fest des Lebens beginnen.“

Man sollte seine alten Artikel öfter lesen, denn man vergisst sie über die Jahre, was auch wieder von Vorteil ist, denn sonst würde der Geist nichts Neues aufnehmen können.

3. „Was ist mein Todeskonzept? Wer möchte ich gewesen sein?“

Die psychotherapeutisch-thanatopsychologische Sicht von Prof. Dr. Ralf T. Vogel

Nach der Retrospektive einiger meiner Artikel zu dem Thema komme ich nun zum eigentlichen Highlight, der Erweckungsruf, der mich aus meinem zehnmonatigen Dornröschen-Schreibschlaf gerissen und mir die Motivation zum Verfassen dieses Artikels gegeben hat. Am 19.10.2019 besuchte ich den 8. Bayerischen Psychotherapeutentag (PTK Bayern) in München. Das Thema „Psychotherapie in Grenzsituationen“ interessierte mich. In meinem (und wahrscheinlich auch in jedem anderen) Leben geht es immer wieder um Grenzen, um Grenzsetzung und Grenzüberschreitung. Ich arbeite an der Entgrenzung, Befreiung, am Freiwerden, auch von Konzepten.

Professor Dr. Ralf T. Vogel referierte auf dem 8. Bayerischen Landespsychotherapeutentag der PTK über „Todesthemen in der Psychotherapie“ so bewegend, dass ich mich zum Schreiben dieses Artikels motiviert fühlte. Foto: privat

Womit wir gleich beim Vortrag von Professor Dr. Ralf T. Vogel wären. Der Verhaltenstherapeut und Psychoanalytiker in Jung’scher Tradition sprach total frei und sehr lebendig über – und das war der Erweckungsruf – „Todesthemen in der Psychotherapie“ und die Psychologie des Todes (Thanatopsychologie). Tod, Sterben, Endlichkeit, Verlust sind existentiell und stellen per se unumstößliche Grenzen dar, die auch dem (Psycho-)Therapeuten, Seelsorger und Sterbebegleiter Grenzen des therapeutisch Machbaren setzen. Die Transzendenz weist über die Existenz hinaus, Karl Jaspers hat den Aspekt der Transzendenz in seine existenzphilosophischen Studien mit einbezogen. Bedingungen der Existenz unterliegen vier Fragen: die Frage nach Freiheit, nach Sinn, nach zwischenmenschlichen Beziehungen und nach dem Tod.

Die Frage nach dem (eigenen) Tod lässt sich anhand des persönlichen Todeskonzepts hinterfragen:

  • Wie ist meine Stellung zur Sterbehilfe?
  • Wie ist meine Stellung zur Organspende (Hirntoddebatte)?
  • Wie ist meine Stellung zur Abtreibungsdiskussion?
  • Wie ist meine Stellung zum Tiere-Essen?
  • Wie ist meine Stellung zu Bestattungen?

Das Todeskonzept war mir neu und obwohl ich mich generell von Konzepten verabschieden will, werde ich mich mit diesen fünf Fragen eingehender beschäftigen. Nicht nur im eigenen Stübchen, sondern im Dialog mit anderen. Professor Vogel erwähnte auch noch Irvin Yalom und Otto Rank, der die Todesangst als proportional zur Lebensangst beschrieb. Dann noch eine letzte Frage, sozusagen die Gretchenfrage, die man sich schon heute rückblickend auf sein Leben stellen kann: „Wer möchte ich gewesen sein?“

Abschließend noch typische Fragen einer Sterbe- und Trauerbegleiterin in der SWR-Sendung Nachtcafé: Was ist das Verrückteste, das Sie in Ihrem Leben gemacht haben? Was bereuen Sie, nicht gemacht zu haben? Gibt es verpasste Gelegenheiten? Was möchten Sie in Ihrem Leben noch tun?

4. Erdbestattung, Feuerbestattung oder Promession

Nun zur praktischen Seite des Themas. Wie möchte ich einmal bestattet werden? In einem Sarg in der Erde oder im Sarg im Feuer und dann in einer Urne? Ich tendiere eher zur Feuerbestattung, zur Kremation. Nachdem ich jedoch den Film „Ruhe sanft!“ von Andrea Morgenthaler gesehen habe, favorisiere ich die in dem Film gezeigte Methode der Promession, durch die der verstorbene Mensch zu Erde, sprich zu Humus, wird. Ein ökologisches, revolutionäres Verfahren, das die schwedische Biologin Susanne Wiigh-Mäsak auf der Insel Lyrön erfunden hat. Ökologisch deshalb, weil die Umwelt, vor allem das Grundwasser und die Luft bzw. Atmosphäre, so gut wie nicht mehr belastet werden und der Humus anderen Lebewesen als Nahrung dient, der Kreislauf des Lebens sozusagen nebenwirkungsfrei geschlossen wird.

Foto: Städtische Friedhöfe München

Doch zunächst zur Feuerbestattung. Es dauerte etwas, einen Platz an einer Führung durchs Krematorium am Ostfriedhof in München zu bekommen. Das Interesse daran ist groß. Zwei Drittel entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Am 28.10.2019 klappte es endlich, es war die letzte Führung in diesem Jahr. Die Kremierung gibt es in Bayern noch nicht so lang, der Verein „Die Flamme“ setzte sich dafür ein, die erste Einäscherung fand in München im Oktober 1929 statt, die Norddeutschen fingen damit schon Ende des 19. Jahrhunderts an. Ich möchte nicht so viel verraten, nehmen Sie selbst mal an einer Führung teil, machen Sie sich ein Bild davon und bilden Sie sich dann ein Urteil.

Zur Promession: „Die schwedische Biologin Susanne Wiigh-Mäsak untersucht in ihrer Forschung die friedliche Koexistenz von Mensch und Natur, was sie zu einer Untersuchung des Verbleibs menschlicher Überreste und damit einhergehende ökologische Belastungen führte. Ihre Bestattungsmethode umfasst die Kühlung des Körpers in den Niedertemperaturbereich, eine anschließende Umwandlung in biologisches Pulver, das dann mit der Saat eines Baums oder Busches eingegraben wird. Die daraus hervorgehende Pflanze erinnert an das symbiotische Zusammenspiel von Mensch und Natur. Die „Promessa Organic“-Bestattungsmethode wird zwar noch nicht praktiziert, das Patent allerdings weltweit verkauft und stößt insbesondere im asiatischen Raum auf großes Interesse. In Schweden baut die Kirche, der die Krematorien unterstehen, zurzeit die erste Anlage für die organische Bestattung.“ (Zitat von ARTE, Ruhe sanft!)

Als Pflanzenliebhaberin gefällt mir die Vorstellung, Dünger und Humus für andere Lebewesen zu sein und sonst nichts weiter zu verschmutzen. Hoffentlich wird der Widerstand seitens der Kremationslobby schwächer und die Promession noch zu meinen Lebzeiten alltagstauglich. Ich wünsche es ihr… und mir.

5. Mit Humor in den Humus

Wem das alles zu ernst und nüchtern ist, der findet auf dem Weg von München Richtung Innsbruck Beispiele einer ganz anderen humorvollen Betrachtungsweise. Ein Besuch auf dem Museumsfriedhof Kramsach/Tirol lohnt sich vor allem wegen der lustigen Sprüche auf den Marterln. Reisen heilt, auch zu so einem besonderen Friedhof und dann letztendlich in die Ewigkeit: „Der Weg in die Ewigkeit ist nicht weit, um 7 Uhr ging er fort, um 10 Uhr war er dort.“ 🙂

Christ steh still und bet a bissl,
hier liegt der Bauer Jakob Nissl.
Zu schwer musste er büßen hier,
er starb an selbstgebrautem Bier.
Hier schweigt Johanna Vogelsang, sie zwitscherte ihr Leben lang.
Hier liegt die Jungfer Rosalind,
geboren als unerwünschtes Kind, ihr unbekannter Vater war Kapuziner-Pater.
Hier ruht Martin Krug, der Kinder, Weib und Orgel schlug.

 

Filmtipp

Nokan
Die Kunst des Ausklangs

     

 

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